Integrale Theorie

Integrale Theorie

Die integrale Theorie ist ein systematisches Modell für eine holistische Welterklärung. Sie geht davon aus, dass die in der modernen Wissenschaft stark ausdifferenzierten Wirklichkeitsbereiche von Natur, Mensch, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur in der Realität vielfältig verflochten sind. Für eine zukunftsfähige oder nachhaltige Entwicklung braucht es daher neben den Einzel- oder Fachwissenschaften auch die Welt als Ganzes auf neue, moderne integrierende Denkansätze, Forschungen und Theorien.

Die von Ken Wilber entwickelte integrale Landkarte (AQAL) ist ein in unserer Zeit entstandener Versuch, Wirklichkeit so umfassend (integral) wie möglich zu beschreiben, auf dem jeweils aktuellen und sich weiter entwickelnden Erkenntnisstand der Menschheit.

Die „vier Quadranten“ repräsentieren vier grundlegende Perspektiven, die man gegenüber jedem Ereignis oder Aspekt der Wirklichkeit einnehmen kann. Das Innere und Äußere des Individuellen und des Kollektivem: intentional, kulturell, verhaltensmässig und sozial.

Das integrale Modell dient als wertvolles Werkzeug für die Analyse und Begleitung von Veränderungsprozessen:

– Wesentliche Perspektiven der Wirklichkeit werden systematisch berücksichtigt (Weite)
– Ausrichtung auf das Ganze, statt isolierte Betrachtung von Teilen (Einheit)
– Orientierung an Ursachen und nicht an Symptomen (Tiefe)
– Bewahrenswertes wird beibehalten und um dazu Passendes, Neues erweitert (Wertschätzung)

 

            
Abb. 1   Vier Perspektiven auf den Menschen           Abb. 2   Vier Perspektiven auf Organisationen