Effectuation

A logic of thinking used by expert entrepreneurs.

Effectuation ist eine eigenständige Logik des Entscheidens und Handelns, die Akteure dabei unterstützt, Neues in die Welt zu bringen. Die Logik ermöglicht es, eine Zukunft aktiv zu gestalten, wenn das Umfeld unsicher ist und exakte Vorhersage oder Planung nicht möglich sind. Der Effectuation-Ansatz ist ein aktuelles Ergebnis der globalen Entrepreneurship-Forschung, wurde von Professor Saras Sarasvathy (University of Virginia) begründet und seither mehrfach empirisch belegt und weiterentwickelt.
Effectuation bringt aus vagen Ideen neue Produkte, Dienstleistungen und Problemlösungen hervor, es verwendet Faustregeln um zu entscheiden, was als nächstes zu tun ist und es setzt auf Vereinbarungen mit denen, die bereit sind, mitzumachen und das Neue mit gestalten wollen.

Effectuation steht als Werkzeug neben der kausalen Management-Logik (Ziele setzen – planen- umsetzen) und wird von erfolgreichen Unternehmern verwendet.

Kausale Logik beginnt bei Ideen über die Zukunft. Die Idee ist der Kontext für Analyse und Vorhersagen der Zukunft. Gute Analysen sind die Voraussetzung für die Positionierung eines Vorhabens: Was genau möchte ich für wen genau umsetzten? Dann wird geplant, wie sich das Vorhaben optimal umsetzen lässt. Das Ergebnis der Planung sind Ressourcen, die zur Umsetzung des Vorhabens benötigt werden. Kann man die Ressourcen bereitstellen, wird das Vorhaben laut Plan umgesetzt. Der Ablauf: Denken, denken, denken, handeln.

Effectuation beginnt bei einem beliebigen Anlass zum Handeln und dem Blick auf vorhandene Mittel. Was kann ich mit den vorhandenen Mitteln sofort tun? Handeln bedeutet, seine noch vagen Vorhaben zu exponieren und andere zu finden, die bereit sind, mitzumachen. Wer ins Boot kommt, bringt weitere Mittel ein und beeinflusst die Zielrichtung des Vorhabens. Mit jedem neuen Partner erweitern sich die Möglichkeiten zum Handeln. Über jeden Zyklus werden aber auch die Ziele klarer. Über mehrere Runden wird so das Neue kreiert: Produkte, Dienstleistungen, Firmen, Märkte oder – ganz allgemein – neue Problemlösungen. Der Ablauf: Denken, handeln, denken, handeln…
Effectuation wird heute nicht nur in der Unternehmensgründung sondern auch in so unterschiedlichen Feldern wie Innovation, Strategie, Führung, Produkt- und Dienstleistungsentwicklung, Politik, Karriereentwicklung oder ganz allgemein zur Gestaltung einer ungewissen Zukunft eingesetzt.

 

Effectuation in Action

 

5 Prinzipien von Effectuation

   Bird in hand: Start with who you are, what you know, and whom you know, and not necessarily with a predetermined goal or pre-envisioned opportunity

 

   Affordable loss: Invest only what you can afford to loose

 

   Crazy quilt: Create an expanding network of self-selected stakeholders, each of whom commits only what she or he can afford to loose. Focus on partnership rather than on competitors

 

   Lemonade: Be open for surprises and leverage them. Treat them as useful inputs rather than hindrances to be avoided

 

   Pilot in the plane: Co-create the future with things within your control and with self-selected partners

At the end of the day, if you use these principles you can shape the future and transform your environment in ways that matter to you and your stakeholders.

 

Quellen:
www.effectuation.org