Glossar Wiki

Das persönliche Wörterverzeichnis und Wiki von Rainer Votsmeier

A

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist eine Erfahrung, vollkommen präsent im Entstehen und Vergehen des gegenwärtigen Augenblicks zu sein.

Action Research

Action Research wurde in den späten 1930er und frühen 1940er Jahren von Kurt Levin und seinen Kollegen entwickelt. Eines der von Lewin formulierten Prinzipien lautet: Wenn Sie ein tieferes Verständnis von Systemen und insbesondere von sozialen Systemen haben möchten, müssen Sie sich mit diesem System verbinden. „Sie können ein System nicht verstehen, wenn Sie es nicht ändern“. Sie müssen als ChangeMaker am Prozess selbst teilnehmen, nur das ermöglicht Ihnen den Zugang zu den tieferen Ebenen der Erfahrung des Wandels, anstatt sie nur von außen zu betrachten. Sie werden ein Partner in dem Transformations-Prozess und unterstützen diesen in Form von Kontext herstellen, Methoden und Tools bereitstellen und ggf. Workshops und andere Veranstaltungen initiieren und begleiten.

AQAL

AQAL ist ein Begriff aus der Integralen Theorie und ist die Abkürzung für „alle Quadranten, alle Ebenen, alle Linien, alle Zustände und alle alle Typen“.

Augenhöhe

AUGENHÖHE ist eine Bewegung zu einer neuen Kultur der Zusammenarbeit, kooperativ, flexibel und sinngetrieben. Grundlage sind die Filme Augenhöhe und Augenhöhewege, die Menschen in Unternehmen zeigen, die Entscheidendes anders und vieles besser machen sowie Wege aufzeigen, zu einer neuen Kultur der Zusammenarbeit, die menschlich und ökonomisch erfolgreich ist. Das neueste Projekt der Augenhöhe Bewegung ist der Film AUGENHÖHEmachtSchule.

B

Bewusstsein

Bewusstsein bedeutet Leerheit oder Offenheit. Bewusstsein selbst ist nicht etwas, sondern nur der Grad an Offenheit oder Leerheit, die Lichtung, auf der sich die Phänomene der zahlreichen verschiedenen (Entwicklungs-) Linien zeigen. Bewusstsein selbst ist kein Phänomen, es ist der Raum, in dem die Phänomene auftauchen. Natürliche Hauptzustände des Bewusstseins sind Wachen, Träumen, Tiefschlaf, Zeuge sein und Nichtdual.

Quanteninformation, die sich selbst erlebt und kennt und die wesentliche Aspekte des Erlebens als Information über Information reflektieren kann, auf jeden Fall bei Vögeln und Säugern vorhanden.

Bodhichitta

Geist des Erwachten. Der Entschluss, nach vollkommender Buddhaschaft zu steben, um bestmöglich für die Befreiung aller Wesen wirken zu können. Jemand, der Bodhichitta in sich geweckt hat, ist ein Bodhisattva. Jemand, der Bodhichitta vervollkommnet hat, ist ein Erwachter oder Buddha.

Bricolage

Den Begriff Bricolage verwendete Claude Lévi-Strauss (von frz. bricoler herumbasteln, zusammenfummeln).

Der Bricoleur erschafft etwas aus seinen beschränkten und eingeschränkten Möglichkeiten. Er arbeitet mit dem, was ihm direkt gegeben ist. So wie ein Alchemist, der aus einfachen Materialien Gold macht. Die Herausforderung, mit dem Vorhandenen etwas Sinnvolles und Schönes zu machen ist groß.

Buddha

Der Erwachte. Meist der historische Buddha Sidharta Gautama, aber auch jedes andere Wesen, das zur absoluten Wahrheit erwacht ist.

Die Vier Edlen Wahrheiten des Buddha:
1. Die Wahrheit vom Leiden: Das Leben ist von Leid geprägt
2. Die Wahrheit von der Ursache des Leidens: Die Ursachen sind Gier, Hass und Unwissenheit
3. Die Wahrheit vom Aufhören des Leidens: Das Leid kann überwunden und aufgehoben werden
4. Die Wahrheit vom Weg zum Aufhören des Leidens: Dieser Weg ist der Edle Achtfache Pfad. Die aktive Übung dieser acht Faktoren führt schließlich zur Befreiung vom Leiden.

C

Chronos, Kairos und Aion

Chronos ist die mess- und zählbare Zeit. Sie bewegt sich in konstanter, linearer Form.
Kairos bedeutet, den rechten Augenblick zu spüren und eine Gelegenheit beim Schopfe zu packen. Kairos ist mit Rhythmen verwoben, mit Anfang und Ende.
Aion beansprucht das Zeitlose, Ewige, Grenzenlose ohne Vergangenheit und Zukunft.

Wenn wir uns in Veränderungsprozessen zu sehr auf Chronos verlassen, kann dies zum Scheitern führen. Denn jenseits aller Projektpläne gibt es ein Gespür für den richtigen Augenblick. Es gibt den Mut, Chronos zu verlassen und entweder frühzeitig beherzt zuzugreifen auch wenn noch nicht alle notwendigen Schritte umgesetzt sind. Einfach, weil der rechte Augenblick gekommen ist und sich dieser Moment ein zweites Mal nicht bietet. Oder aber es gilt zu warten, weil Kairos sich noch nicht gezeigt hat, auch wenn Chronos signalisiert es wäre alles bereit für den nächsten Schritt.

Kairos berührt eine spirituelle Dimension. Es geht um Geist und Bewusstsein und nicht um das Materielle: immer mehr, immer größer, immer…

Kairos bedeutet heute in der Führung: Dinge im größeren Kontext sehen. Management by Kairos heißt: Chancen und Aufgaben des Augenblicks zu erfassen.

D

Dao

Dào ist unübersetzbar. Traditionellerweise wird Dào mit „Der Weg“ wiedergegeben. Die moderne Sinologie erachtet es aber für besser, es als eigenständigen Begriff unübersetzt zu gebrauchen, da die Inhalte für ein Wort zu umfassend seien. Ich kenne seinen Namen nicht, darum nenne ich es „Dào“. Das Dào ist am ehesten als ein allumfassendes Prinzip zu verstehen, rein rational unzugänglich. Der Mensch soll es möglichst wenig durch bewusstes Handeln und Streben stören, sondern in mystisch-intuitiver Weise mit dem Gesetz im Einklang leben.

Dào bezeichnet in der daoistischen chinesischen Philosophie ein ewiges Wirk- oder Schöpfungsprinzip, das für den Ursprung der Einheit und Dualität und damit für die Entstehung der Welt (Die „Zehntausend Dinge“) verantwortlich ist. Aus Dào entstehen die Polaritäten Yīn und Yáng und dadurch die Gegensätze, aus deren Zusammenspiel sich Wandel, Bewegung und gegenseitige Durchdringung und dadurch die Welt ergibt. Dào ist allumfassend und meint sowohl die dualistischen Bereiche der materiellen Welt als auch die transzendenten jenseits der Dualität. Das Dào ist also sowohl ein Prinzip der Immanenz als auch der Transzendenz. Es stellt den höchsten Seinszustand dar. In seiner transzendenten Funktion, als undifferenzierte Leere, ist es die Mutter des Kosmos, als immanentes Prinzip das, was alles durchdringt.

Dharma

a) Die Lehren Buddhas; b) die Wahrheit, auf die Lehren Buddhas heinweisen; c) der Weg oder die aktuelle Anweisung der Lehren Buddhas.

Dialog

Dialog ist der freie Fluss von Bedeutung. Er beginnt da, wo die Diskussion aufhört. Dialog leitet sich her vom altgriechischen Substantiv diálogos „Unterredung“, „Gespräch“ bzw. vom altgriechischen Verbum deponentium dialégesthai „sich unterreden“, „besprechen“.

Im Dialog werden weniger Argumente ausgetauscht, sondern Horizonte eröffnet. Ein Dialog ist ein grundsätzlich gelungenes, die Teilnehmer mit wirklich neuen Erfahrungen und Erkenntnissen belohnendes Gespräch.

E

Effectuation

Effectuation ist eine eigenständige Logik des Entscheidens und Handelns, die Akteure dabei unterstützt, Neues in die Welt zu bringen. Die Logik ermöglicht es, eine Zukunft aktiv zu gestalten, wenn das Umfeld unsicher ist und exakte Vorhersage oder Planung nicht möglich sind. Der Effectuation-Ansatz ist ein aktuelles Ergebnis der globalen Entrepreneurship-Forschung, wurde von Professor Saras Sarasvathy (University of Virginia) begründet und seither mehrfach empirisch belegt und weiterentwickelt.
Effectuation bringt aus vagen Ideen neue Produkte, Dienstleistungen und Problemlösungen hervor, es verwendet Faustregeln um zu entscheiden, was als nächstes zu tun ist und es setzt auf Vereinbarungen mit denen, die bereit sind, mitzumachen und das Neue mit gestalten wollen.

Egoismus

Egoismus ist eine psychopathische Eigenschaft im Sinne mangelnden Mitgefühls für andere. So werden auch Nachteile von anderen in Kauf genommen, nur um zur eigenen Bejahung zu kommen.
Ein Egoist ist ein Mensch, der andere radikal dazu benutzt, seine eigenen Ziele zu unterstützen. Nicht selten terrorisieren sie ihre Umgebung mit ihrer Bedürftigkeit.

Emergenz

Emergenz bedeutet, dass in oder mit einem System auf einen Schlag etwas vollkommen Unerwartetes geschieht. Emergenz ist also schlicht das Gegenteil von Steuerung und Vorhersehung. Dieser Zustand stellt sich genau dann ein, wenn ein System über genügend Freiheitsgrade bei der Entwicklung verfügt, dabei aber dennoch auf eine gewisse minimale Basis an festgelegten Regeln zurückgreifen kann. Es ist genau das, was im agilen Projektmanagement als „barely sufficient“ bezeichnet wird.

F

Facilitating

Der Begriff „Facilitating“ kommt aus dem Englischen und steht für Erleichtern oder Ermöglichen. Facilitating geht über die Moderation und/oder Coaching hinaus, erfasst das Umfeld und sichert den Rahmen für Entwicklungs- und Veränderungsprozesse. Der Facilitator ist mit seiner Person Teil des Prozesses und unterstützt diesen durch das Einbringen seiner subjektiven Wahrnehmungen in die Kommunikation. Der Facilitator gestaltet das Verständnis für das Gefäß (den Rahmen) eines Prozesses. Er arbeitet an der Grenze zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein und schafft Raum für Erfahrbarkeit und erhöht damit die Bewusstheit.

Fraktal

Fraktal bedeutet, dass sich ein System wieder aus mehreren anderen Systemen zusammensetzt, dabei aber den gleichen Regeln gehorcht. Die klassischen Fraktale wie die kochsche Schneeflocke bestehen bei genauerer Betrachtung immer aus gleichen, sich wiederholenden Strukturen.

G

Galaxien

Eine Galaxie ist eine durch Gravitation gebundene große Ansammlung von Sternen, Planetensystemen, Gasnebeln und sonstigen stellaren Objekten.

Blicken wir in einer klaren Nacht zum Himmel, so sehen wir nicht nur Sterne und Planeten, sondern auch ein schwach schimmerndes Band, das sich über den gesamten Himmel erstreckt: die Milchstraße. Das ist unsere Heimat im Universum, eine Spiralgalaxie mit etwa 200 Millionen Sternen. Die Sonne ist darin ein eher durchschnittlicher Stern, der in einem Abstand von 25000 Lichtjahren in etwa 200 Millionen Jahren einmal das Zentrum unserer Milchstraße umläuft.

Galaxien sind wunderschöne und eindrucksvolle Welteninseln, die hauptsächlich aus Sternen, Staub und Gas bestehen und meist in Halos aus Dunkler Materie eingebettet sind. Es gibt sie in allen möglichen Größen und Formen, von Zwerggalaxien mit wenigen tausend Sternen bis zu gigantischen elliptischen Galaxien mit 100 Billionen Sternen. Jede Galaxie ist einzigartig und ihre Form, Größe und Masse geben uns Hinweise darauf wie sie entstanden ist und sich den Anfängen des Universums bis heute entwickelt hat.

Geist

Eine philosophische Abstraktion des Bewusstseins von seinen jeweiligen konkreten biologischen und individuellen Beziehungen.

Gemeinwohl-Bilanz

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) mit ihrem Kern, der Gemeinwohl-Bilanz, misst den ethischen Erfolg von Unternehmen und Organisationen analog zur Finanzbilanz, die den wirtschaftlichen Erfolg ausweist. Angestrebt wird eine auf der Basis der real funktionierenden Marktwirtschaft praktizierbare Brücke vom derzeit dominanten Modell hin zum neuen, enkeltaglichen, ressourcen-schätzenden Wirtschaften.

Gemeinwohl-Ökonomie

Gemeinwohl-Ökonomie bezeichnet ein Wirtschaftssystem, das auf gemeinwohl-fördernden Werten aufgebaut ist. Sie ist ein Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene. Die Gemeinwohl-Ökonomie etabliert ein ethisches Wirtschaftsmodell, dass das Wohl von Mensch und Umwelt wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens anstrebt.

Global Consciousness Project

Das Global Consciousness Project ist ein langfristig angelegtes wissenschaftliches Experiment, dass mit Hilfe einer in Princeton entwickelten Technologie die Existenz eines „globalen Bewusstseins“ belegen soll.

Gruppe

Wikipedia definiert eine Gruppe so: Als soziale Gruppe gilt in Soziologie und Psychologie in der Regel eine Gruppe ab 3 Personen, deren Mitglieder sich über einen längeren Zeitraum in regelmäßigem Kontakt miteinander befinden, gemeinsame Ziele verfolgen und sich als zusammengehörig empfinden.

Eine Gruppe ist kein Team. Teams sind zur Selbststeuerung fähig – funktional geteilte Gruppen nicht.

Merkmale einer Gruppe sind – Mitglieder arbeiten nebeneinander nicht füreinander oder benötigen Fremdsteuerung und Kontrolle von außen. Als Metaphern eigen sich Schwarm, Rotte oder Haufen.

Gunas – die drei Qualitäten der Materie

Alles, was in der Welt existiert, besteht in Polaritäten. Tag und Nacht, heiß und kalt, männlich und weiblich u.s.w. Und alles unterliegt der ständigen Veränderung. Es ist ein ewiges Werden und Vergehen. Das dualistische System unterscheidet zwischen Geist und Materie. Während der Geist (hier als wahres Selbst, als Kernwesen des Menschen, als Atman verstanden) ewiges, unwandelbares, reines Bewusstsein ohne Eigenschaften ist, unterliegt die – stets unbewusste – Materie einem beständigen Wandel. Die Materie – und damit auch der feinstoffliche Körper, d.h. auch die psychischen Vorgänge – unterliegt dem unausweichlichen Gesetzt der drei Gunas: Rajas, Tamas und Sattva. Sie verursachen den beständigen Wandel in der Natur und im psychologischen Substrat des Menschen.

Rajas bewirkt das Entstehen und das Wachsen; es ist das Unruhige, Vorwärtsstrebende, Energetische, aber auch das Zornesmütige und Gewaltsame.

Tamas bestimmt all das, was Energie nimmt, müde, schlapp und depressiv macht. Es ist das düstere Element, das den Menschen nach „unten“ zieht. Es herrscht vor allem in der grobstofflichen Welt vor und drängt den Menschen immer mehr hinein in den Teufelskreis von Unwissenheit und falschen Identifikationen mit der Welt.

Sattva steht für das Ausgeglichene, das Gleichgewicht, das Freundliche, Leichte, Lichte und das Helle.

Diese Eigenschaften sind im gesamten materiellen Bereich wirksam.

Im Zustand von Tamas gleicht der Geist einem trüben, schmutzigen Wasser, das keinen Blick auf den Grund erlaubt. Herrscht Rajas vor, so ist der Geist unruhig, wie ein vom Sturm gepeitschtes Wasser. Ein Geist in sattvischer Verfassung ähnelt einem klaren, stillen Bergsee, dessen Grund in allen Einzelheiten erkennbar ist.

Solange der Mensch sich durch sein Ego, das dem feinstofflichen und damit ebenfalls den Gunas unterworfenen Bereich zugehört, vollständig mit seinem psychophysischen Substrat identifiziert, ist er dem ewigen Wechsel der Gunas ausgeliefert. Das Rad der Gunas kommt nie zum Stillstand. Eines der Gunas herrscht jeweils vor.

H

Heldenreise

Das Modell oder Prinzip der Heldenreise
Der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell entdeckte, dass alle Naturvölker, die er besuchte, eine Gemeinsamkeit hatten. Sie erzählten sich Geschichten, um voneinander zu lernen. Irgendwann fiel Campbell auf, dass diese Geschichten eine typische Situationsabfolge hatten und darin immer wieder ähnliche Charaktere vorkamen. Campbell schrieb dieses Grundmuster auf und legte damit die Heldenreise frei: das allgemein gültige Muster für Geschichten, die Menschen verstehen und aus denen sie lernen. Die Heldenreise ist das „Modell“, das allen erfolgreichen Hollywoodfilmen zugrunde liegt. Ob Star Wars oder Harry Potter, Pretty Woman oder Findet Nemo – jeder dieser Filme ist nach den Stufen der Heldenreise gebaut.
Die Heldenreise hilft Menschen aber auch noch auf einer ganz anderen Ebene – nämlich bei der persönlichen Entwicklung. Mit ihrer Hilfe kann eine Person Erlebnisse und Geschehnisse besser einordnen und mit ihren Talenten im Einklang leben.
Das Prinzip der Heldenreise bietet auch eine Methodik für kreative Personal- und Organisationsentwicklung. Als roter Faden führt es Mut, Kreativität, Orientierung und Sinn zusammen und beflügelt Innovationen und Wandel. Ein Kompass, entwickelt aus den Erfahrungen der Menschheit mit Veränderungen. Ein tradiertes Muster das als Referenzrahmen, Orientierungsmuster und Handlungsgerüst dient und durch eine stabile Struktur kreative Freiräume öffnet.

Holon

Ein Holon ist ein Ganzes / Teil. Die doppelte Natur dieses „Wirklichkeitsbausteins“ sowohl als Ganzes als auch als Teil eines größeren Ganzes vermeidet die Extreme von Atomismus („nur die Teile sind das Wahre“) und Holismus („Nur das Ganze ist das Wahre“). Aus Holons ergeben sich ineinander geschachtelte Wachstumshierarchien – sogenannte Holarchien, z.B. Atom – Molekül – Zelle – Organismus usw. Ein Holon weist vier Triebe auf:

Agenz: Einen Trieb, seine Ganzheit zu bewahren.
Kommunion: Einen Trieb, seine Teilheit zu bewahren.
Selbsttranszendenz: Ein vertikales Vermögen zur Bildung höherer Einheiten.
Selbstauflösung: Ein vertikales Vermögen zum Verfall in seine Bestandteile.

Ein individuelles Holon charakterisiert eine Einheit mit vier Dimensionen – mit einer subjektiv erfahrbaren, intentionalen inneren Dimension und einer objektiv sichtbaren und messbaren äußeren Dimension auf einer individuellen Ebene – es ist an einem einfachen Ort lokalisiert – und einer sozialen kollektiven Ebene – es interagiert mit seinen intersubjektiven und interobjektiven Kontexten und Umwelten. Individuelle Holons verfügen über eine Innerlichkeit und ein Bewusstseinszentrum.
Soziale (kollektive) Holons sind Gruppen individueller Holons mit einem bestimmten Modus der Interaktion. Im Unterschied zu individuellen Holons weisen soziale Holons keine Innerlichkeit oder Bewusstheit auf, verfügen jedoch über Inter-Subjektivität. Zudem haben sie keine einheitliche Äußerlichkeit. Ein Beispiel für ein soziales Holon ist ein Unternehmen mit seinen Mitarbeitern und Führungspersonen (Individuen). Wichtig dabei ist zu verstehen, dass ein individuelles Holon kein Teil, kein konstituierendes Element eines sozialen Holons ist, sondern ein Mitglied von ihm.

Um ein Holon handelt es sich, wenn das organisierende Muster von innen erzeugt wird, wenn es von außen (durch ein Holon) erzeugt wird, handelt es sich um ein Artefakt, wenn es kein Muster gibt, handelt es sich um einen Haufen. Bei einem Individuum handelt es sich um ein Mikro- oder individuelles Holon. Bei einem Netzwerk von Interaktionen, welche durch kulturelle Praktiken und soziale Systeme organisiert werden, handelt es sich um ein Makro- oder soziales Holon. Holone emergieren, transzendieren und beinhalten ihre Vorläufer in einem Prozess der Evolution. Artefakte werden von Holons auf absichtsvolle Weise erschaffen durch Organisation ihrer Komponenten. Haufen entstehen durch Ansammlung von Zeug.
Wenn diese Einsichten durcheinandergebracht werden, entstehen alle möglichen Probleme. Diese Probleme sind „unlösbar“, weil sie nicht wirklich sind. Diese Probleme sind nur „lösbar“ durch eine angemessenere Interpretation.

I

Imaginäre Zahlen

Imaginäre Zahlen erweitern die Beschreibung der Fakten und Tatsachen, was durch die reellen Zahlen geschieht, um die Beschreibung der wirklichen Möglichkeiten. Möglichkeiten können, wie wir aus dem täglichen Leben wissen, so wie Fakten ebenfalls Wirkungen erzeugen. Die imaginäre Einheit ist die Wurzel aus -1.

Indigo Menschen

Als Indigo Menschen werden Menschen mit neuem Bewusstsein bezeichnet. Menschen, die Vorreiter sind für neue Entwicklungen. Menschen, die den ersten Schritt in eine neue Richtung gehen, neue Impulse setzen. Die meisten Indigos sind ausgesprochen feinfühlig und verfügen insgesamt über eine verstärkte Wahrnehmung im Bereich aller zur Verfügung stehenden Sinne. Sehr oft übernehmen Indigo Menschen Gefühle und Eindrücke von anderen Menschen, Gruppen, Geschehnissen und Orten zu denen sie irgendeine Verbindung haben. Sie können außerordentlich schnell den Schwach- oder Schlüsselpunkt in einem System entdecken. Sie tragen entscheidend dazu bei, Neues Bewusstsein zu manifestieren.
Die Aufgabe von Indigos ist es, durch das Spüren, das Beschäftigen und Durchleben von scheinbar persönlichen Themen, das alte Bewusstsein individuell und kollektiv zu transformieren.
Indigos sind der innere Schauplatz an dem Transformation geschieht.

Integrale Theorie

Die integrale Theorie ist ein systematisches Modell für eine holistische Welterklärung. Sie geht davon aus, dass die in der modernen Wissenschaft stark ausdifferenzierten Wirklichkeitsbereiche von Natur, Mensch, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur in der Realität vielfältig verflochten sind. Für eine zukunftsfähige oder nachhaltige Entwicklung braucht es daher neben den Einzel- oder Fachwissenschaften auch die Welt als Ganzes auf neue, moderne integrierende Denkansätze, Forschungen und Theorien.

Imago Zellen

Wenn sich eine Raupe in ihren Kokon einspinnt, dann vollziehen sich parallel zwei Prozesse. Einerseits beginnen Enzyme damit die Zellstruktur der Raupe aufzulösen, andererseits entstehen parallel zu diesem Desintegrationsprozess neue Zellen, die die Geburt des Neuen, des Schmetterlings vorbereiten. Neues Leben. Neue Zellen. In der Wissenschaft bezeichnet man diese neue Zellen „imaginativ“ oder Imago-Zellen, weil sie bereits die Strukturen und Informationen des Schmetterlings enthalten, der sich in der Zukunft bilden soll.

J

Jammin

Jammin ist ein Ausdruck vom Jazz und bezeichnet das zwanglose Zusammenspiel von Musikern, die üblicherweise nicht in einer Band zusammenspielen.
Beim Jammen geht es darum, ein bestimmtes Umfeld für eine bestimmte Form der Unordnung zu schaffen, in der ständig Neues entsteht.

K

Kohärenz

Im weitesten Sinne die Einheit des Selbst betreffend mit den Emotionen.

Körper

Jeder Geist hat seinen Körper. Jeder Bewusstseinszustand hat eine gefühlte energetische Komponente, ein verkörpertes Gefühl, das den jeweiligen Bewusstseinszustand unterstützt. Jeder von uns hat drei Körper; Körper als ein Modus der Erfahrung oder ein energetisches Gefühl.
Grobstofflicher Körper: Wachzustand, physisch, materiell, sensomotorische Erfahrung
Subtiler Körper: Traumzustand, Licht Energie, emotionale Gefühle, freifließende Bilder
Kausal Körper: Formloser Zustand, Leere, feinste subtile Erfahrung aus der kreative Möglichkeiten entstehen können

Kosmologie

Die Kosmologie („die Lehre von der Welt“) beschäftigt sich mit dem Ursprung, der Entwicklung und der grundlegenden Struktur des Kosmos sowie mit dem Universum als Ganzes.

Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte erarbeiteten sich die Astronomen eine klare Vorstellung davon, wie unser Universum, samt der Milchstraße und unserer Sonne darin, entstand und sich entwickelte: Es begann mit einem Urknall vor etwa 13,8 Milliarden Jahren und dehnte sich gleich am Anfang in einer so genannten „inflationären“ Phase sehr schnell – mit Überlichtgeschwindigkeit – aus. Nach 10 hoch -30 Sekunden war es so groß wie eine Orange und nach etwa einer tausendstel Sekunde so groß wie unser Sonnensystem. Nach etwa 3 Minuten bildeten sich die Elemente, aus denen etwa 400 Millionen Jahre später die ersten Sterne entstanden. Kleine Galaxien und Schwarze Löcher entstanden in Verdichtungen Dunkler Materie ungefähr eine halbe bis einen Milliarde Jahre nach dem Urknall, danach wuchsen größere Galaxien und Galaxienhaufen auf kosmische Zeitskalen. Neben der geheimnisvollen Dunklen Materie gibt es noch die geheimnisvolle Dunkle Energie, eine Art Antigravitation, die das Universum beschleunigt expandieren lässt.

Kultur

Kultur ist die gemeinsame Welt von Erfahrungen, Werten und Kenntnissen, die für ein soziales System charakteristisch sind. Es ist eine gemeinsame Welt von Bedeutungen: Jede und jeder weiß, was mit bestimmten Wörtern, Gesten, Gewohnheiten oder Kleidung gemeint ist.

L

Leadership

A leader is one who influences or leads others.
Leadership is both a research area and a practical skill encompassing the ability of an individual or organization to „lead“ or guide other individuals, teams, or entire organizations. [Wikipedia]

Management – konzeptionell-instrumentelle Unternehmenssteuerung („business administration“), „harte Faktoren“ im Sinne der traditionellen Betriebswirtschaft, transaktionale Führung auf dem rationalen Prinzip Belohnung/Sanktion gegen Leistung.

Leadership (Führung) – beeinflussend-motivierende Tätigkeit, „weiche Faktoren“, transformationale Führung als Beeinflussung von Mitarbeitern mit charismatisch-visionären Impulsen.

Leadership and management are complementary. While management is the art of operating effectively and efficiently in known areas, leadership is the art of navigating in unknown territory and facilitating emergence often outside the comfort zone of individuals and organisations. Exploring leadership and management as two sides of the same coin is crucial for anchoring leadership in organisational practice.

Leadership is the art of integrating the inner world of consciousness, emotions, values and cultural narratives with the outer world of institutions, structures and material realities. Leaders have to master both worlds in order to facilitate deep structural and cultural change.

Creative Leadership – Creative leaders are self-authoring. They are ‚at choice‘ about how they show up in most circumstances, instead of acting on autopilot, authored by others. They lead from their own deeply held discerned purpose and values.

Digital Leadership –

Feminine Leadership – ‚Fem Leaders‘ remove themselves from the center. They create space for others. They are good at listening. They are good at holding the space and bringing something new into reality that’s coming through them. They are good at attending to the whole. They are good at helping people to connect to the edges of the system. They are good at connecting with an emerging future potential and holding the space for that conversation.

Generative Leadership – Generative Leadership involves achieving outcomes that are completely new. The core focus in Generative Leadership is creativity. Generative Leadership assumes that reality is constructed, and that this creative process can be mindfully engaged for positive outcomes. To do this, a person’s state of consciousness is the difference that makes the difference: The outcomes a person produces are only as good as their state.

Integral Leadership – This form of leadership is built for complexity. It sees wholes, not merely parts. It is capable of holding significant diversity of opinion and deeply conflicted positions in dialogue without reacting to ‚fix‘ things or champion one perspective over another.

Tao-Leadership – „The best leaders are those the people hardly know exist“. A good leader is nowhere to be found, he is invisible. They act without effort and leads without words.

Pirate Leadership – demokratisierte Struktur, konsequente Selbstorganisation und die Förderung von Entscheidungsfreiheit auf allen Ebenen.

Servant Leadership – Servant leadership is a set of behaviors and practices that turn the traditional „power leadership“ model upside down; instead of the people working to serve the leader, the leader actually exists to serve the people.

Stage IV Leadership – Stage IV leaders embody the characteristic and values of servant leaders but have matured to a more comprehensive and subtle level of development. Stage IV leaders believe that there is an underlying intelligence within the universe that is capable of guiding us and preparing us for the futures we must create.

Transformational Leadership – Transformational leaders are those who stimulate and inspire followers to both achieve extraordinary outcomes and, in the process, develop their own leadership capacity.

Lernen am Modell nach Albert Bandura

Lernen am Modell“ (oder auch „Nachahmungs- und Imitationslernen“, „Vorbildlernen“ oder „Beobachtungslernen“ genannt) ist die von Albert Bandura eingeführte Bezeichnung für einen kognitiven Lernprozess, der vorliegt, wenn ein Individuum als Folge der Beobachtung des Verhaltens anderer Individuen sowie der darauffolgenden Konsequenzen sich neue Verhaltensweisen aneignet oder schon bestehende Verhaltensmuster weitgehend verändert.

Liberating Structures

Liberating Structures sind (aktuell) 33 Mikrostrukturen, die von Keith McCandless und Henri Lipmanowicz zusammengetragen wurden und bieten einen alternativen Weg, die Zusammenarbeit von Menschen zu gestalten. Liberating Structures führen kleine Veränderungen in die Art und Weise ein, wie wir uns besprechen, planen, entscheiden und zueinander in Verbindung stehen. Sie fördern die gelebte Beteiligung in Gruppen jeglicher Größe, indem sie es möglich machen, jeden wirklich einzubinden und zu entfesseln. Sie entzünden Einfallsreichtum, indem sie eine minimale Struktur der Zusammenarbeit vorgeben, während der Inhalt oder der behandelte Gegenstand frei gesetzt wird.

M

Mindfuck

Mindfuck ist das, was wir täglich tun, wenn wir uns gedanklich selbst sabotieren: wenn wir uns nicht trauen, obwohl wir wollen, wenn wir für andere funktionieren oder in Jobs und Beziehungen verharren, die uns schon lange nicht mehr guttun. Mindfuck ist am Werk, wenn wir uns kein besseres Leben erlauben und immer wieder unter unseren Möglichkeiten bleiben.

Mindfuck sind Denkmuster, die uns daran hindern, unser volles Potential zu entfalten und den Erfolg und die Lebensqualität zu verwirklichen, die wir eigentlich verdient haben. Erkennen wir unsere Denkmuster und befreien uns von ihnen, erleben wir erstmals, wer wir wirklich sind und können die geheime Handbremse lösen, mit der wir uns allzu oft selbst ausbremsen.

Mystik

Der Begriff Mystik geht zurück auf das altgriechische Wort „geheimnisvoll“ und meint die Erfassung des Göttlichen und des Übersinnlichen. Sie entzieht sich jeder Vernunft oder Intellektualität, vielmehr geht es darum eins zu werden mit seiner Innenwelt, es ist ein rein gefühlsmäßiges Erleben, welches nur schwer in Worte zu kleiden ist.

N

Narzisst

Ein Narzisst ist ein Egoist, der sich selbst verehrt und bewundert, weswegen er sonst niemanden wertschätzen kann.

Neurose

Eine psychische Störung, bei welcher der Bezug zur Realität erhalten geblieben ist und die durch eine Konflikt verursacht wurde.

O

P

Photonen

Lichtquanten, allgemein Quanten aller elektromagnetischen Wellen, Vermittler sämtlicher Formen der elektrischen, magnetischen und optischen Wechselwirkung, z.B. aller chemischen Prozesse, der Stabilität fester Körper usw. Im Gehirn sind virtuelle und reale Photonen die Träger des Bewusstseins und des Unbewussten.

Potenzialentfaltung

Potenzialentfaltung – ein Prozess intensiver (buddhistischer) Übungen
Am Ende des Prozesses intensiver Übung, die alle Aspekte menschlichen Seins einbezieht, steht ein Erwachen (zur endgültigen Wirklichkeit), Erleuchtung oder Buddhaschaft – alles Synonyme für einen Zustand, in dem jede Wahnhaftigkeit erloschen und unser Potenzial vollkommen entfaltet ist.

Protyposis

Kosmologisch begründete, primär bedeutungsfreie Quanteninformation. Sie ist eine Quanten-Vor-Struktur, von denen sich hinreichend viele zu Quanten von Materie, von Energie und zu bedeutungsvoller Quanteninformation ausformen können.

Psychose

Schwerwiegende psychische Störung, ber der der Bezug zur Realität gestört ist.

Q

Quanten

quanten sind Objekte, die mit der Quantentheorie beschrieben werden. Je nach Kontext tritt ihr Teilchen- oder ihr Wellencharakter stärker in Erscheinung.

Quantenfeld

Das Quantenfeld ist ein unsichtbares Informationsfeld; es umfasst Frequenzen jenseits von Raum und Zeit. Alles Materielle kommt aus diesem Feld, besteht aus Bewusstsein und Energie. Deshalb ist alles Physische im Universum in diesem Feld vereint und damit verbunden. Dieses unsichtbare Intelligenzfeld ist der Ursprung aller Materie. Es lässt Supernovas in fernen Galaxien entstehen und Rosen in Versailles blühen. Es sorgt dafür, dass sich die Planeten um unsere Sonne drehen und das Meer mit den Gezeiten steigt und fällt. Um Zugang zum unbegrenzten Potential aus dem Quantenfeld zu bekommen, müssen wir das Bekannte vergessen und ein körperloser Niemand, ein Nichts im zeitlosen Nirgendwo werden. Wir müssen reines Bewusstsein werden. In diesem Nichts gibt es keine Vergangenheit mehr, die die Zukunft steuert, und auch keine vorhersehbare Zukunft, die auf der Vergangenheit aufbaut. In diesem Moment haben wir Zugang zu allen Potenzialen und Möglichkeiten. Auch wenn es vielleicht wie Nichts aussieht, so ist es doch nicht einfach nur leere Schwärze; es ist das vor Energie und Möglichkeiten nur so strotzende Quantenfeld.

Quantentheorie

Genaueste naturwissenschaftliche Beschreibung der Wirklichkeit. Sie erfasst deren Beziehungscharakter (Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile) und beschreibt darüber hinaus die Wirkmächtigkeit auch von Möglichkeiten.

Quantentheorie als Physik der Beziehungen und Möglichkeiten

Beziehungen sind gegenüber einem bloßen Nebeneinander dadurch ausgezeichnet, dass sie Ganzheiten erzeugen, welche mehr sind als die bloße Summe der Teile. Durch die Quantentheorie gehen die Teile, die sich zu einem Gesamtsystem formieren, in diesem auf. Das so gebildete neue System ist auch insofern eine Ganzheit, als die ursprünglichen Teile nicht mehr eigenständig existieren. Die Quantentheorie ist somit auch die naturwissenschaftliche Grundlage dafür, das Verstehen zu ermöglichen, wie Neues entstehen kann. Die klassische Physik hat eine summative Struktur. In ihr kann nichts Neues auftauchen. Entsprechend der mathematischen Struktur der Quantentheorie bilden miteinander wechselwirkende Objekte ein teileloses Ganzes. Die Teile, aus denen ein Ganzes gebildet wurde, oder die Teile, in die ein Ganzes zerlegt werden könnte, existieren in der Ganzheit nur virtuell, nur der Möglichkeit nach. Die Quantentheorie legt somit ein Weltbild nahe, in dem zumindest unter bestimmten Gesichtspunkten alles miteinander zusammenhängt. Vor einer Zerlegung eines Ganzen gibt es die späteren Teile lediglich als Möglichkeiten. Dennoch sind die Möglichkeiten wichtig: Nicht nur Fakten, sondern auch Möglichkeiten erzeugen Wirkungen. Wir bevorzugen im Zusammenhang mit der jetzt noch nicht festgelegten Zukunft den klaren Begriff der „Möglichkeiten“. Jetzt ist in der Zukunft manches möglich und anderes ist unmöglich. Die Quantentheorie setzt einen klaren Rahmen, innerhalb dessen ein Bild vieler Möglichkeiten existiert. Von diesen kann ein winziger Ausschnitt, ein einziges Ereignis, dann tatsächlich faktisch werden. Die Möglichkeiten, von denen die Quantentheorie spricht, bedeuten zugleich, dass die Fakten, die sich aus ihnen ergeben können, nicht vollständig durch Gesetz festgelegt sind und sich im Rahmen dieser Möglichkeiten zufällig ergeben. Durch die Messsituation (Beobachtung) wird festgelegt, welche Möglichkeiten die Chance erhalten, dass eine von ihnen als Faktum realisieren kann. Es gibt aber kein Weg und kein Mittel, mit dem festgelegt werden könnte, welche davon es sein wird. Im physikalischen Experiment ist es der Experimentator, die die Situation bestimmt.

Quantensprung

Der Quantensprung ist die kleinste reale Veränderung in der Natur, die nicht exakt null ist. Eine noch kleinere Veränderung wäre prinzipiell unmöglich. Im Rahmen der Quantenmechanik geschieht der Quantensprung in einer nicht wahrnehmbaren Zeit, also plötzlich und überraschend. Er kennzeichnet den Übergang von einem Zustand des Atoms oder des Moleküls in einen neuen Zustand.

Quellentheorie

Peter König, Experte für Geld- und Quellenarbeit, hat entdeckt, dass jede Organisation nur dann erblüht, wenn sie von der Quelle her gut versorgt ist. Wenn nun eine Quelle mit ihrer Idee „etwas unternimmt“ und andere sich ihr anschließen, weil sie von der Idee überzeugt sind, kann eine Or­ganisation entstehen. Die an der Idee Interessierten können als „Helfer“, „Sub-Quellen“ oder „Angestellte“ mitwirken. Solange die Organisation von der ursprünglichen Quelle (dem Gründer) geleitet und nachhaltig inspiriert wird, hat sie gute Chancen, sehr erfolgreich zu werden.

R

S

Salutogenese nach Antonovsky

Nach dem Salutogenese-Modell ist Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Prozess zu verstehen. Der menschliche Organismus als System ist permanent (natürlichen) Einflüssen und Prozessen ausgesetzt, die eine Störung seiner Ordnung (d.h. seiner Gesundheit) bewirken. Gesundheit ist kein stabiler Gleichgewichtszustand, sondern muss in der Auseinandersetzung mit krankmachenden Einflüssen kontinuierlich neu aufgebaut werden. Die Suche nach spezifischen Krankheitsursachen muss nach Antonovsky durch die Suche nach gesundheitsfördernden bzw. gesunderhaltenden Faktoren (salutorischer Ansatz) ergänzt werden.

Schöpferische Zerstörung durch Innovation

Er war eine schillernde Figur, Politiker und einer der bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Er pflegte einen extravaganten Lebensstil, duellierte sich als Professor mit seinem Bibliotheksleiter. Als österreichischer Finanzminister pflegte er öffentlich Kontakt mit Prostituierten. Er führte eine Bank, die bankrott machte.

Dieser Joseph Schumpeter prägte das Wort von der „schöpferischen Zerstörung“ als ein für den Kapitalismus wesentliches Faktum. Schon vor mehr als hundert Jahren machte er in seinem Werk „Die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ deutlich, dass die ständige Innovationskraft von Unternehmern Auslöser dieser kreativen Zerstörung sei. Nur durch Innovationen, die aber gleichzeitig Bestehendes zerstören, könnten sich Unternehmen neu im Markt durchsetzen oder im marktwirtschaftlichen Wettbewerb auf Dauer bestehen.

Mit dieser Erkenntnis war Schumpeter seiner Zeit meilenweit voraus. Immerwährende Veränderungsbereitschaft als Voraussetzung für wirtschaftliche Dynamik? Das in einer Zeit, in der sich die großen Konzerne der Schwerindustrie, die Kohle- und Stahlbarone, in Kartellen organisierten und ihre wirtschaftliche Macht durch Wettbewerbsbeschränkungen mit politischer Unterstützung zu sichern suchten.

Im digitalen Zeitalter eines globalen Wettbewerbs wissen wir längst, wie durch technologische Innovation und durch die intelligente Verknüpfung von Soft- und Hardware innerhalb kürzester Zeit innovative Unternehmerpersönlichkeiten auch Technologiekonzerne vom Thron stürzen können.

N. D. Kondratjew veröffentlichte 1926 seinen Aufsatz Die Langen Wellen der Konjunktur. Hierin stellte er anhand empirischen Materials aus Deutschland, Frankreich, England und den USA fest, dass die kurzen Konjunkturzyklen von langen Konjunkturwellen überlagert werden. Diese 40 bis 60 Jahre dauernden Langen Wellen bestehen aus einer länger andauernden Aufstiegsphase und einer etwas kürzeren Abstiegsphase.

Joseph Schumpeter prägte 1939 in seinem Werk über Konjunkturzyklen für diese Langen Konjunkturwellen den Begriff der Kondratjew-Zyklen und stellte heraus, dass die Basis für diese Langen Wellen grundlegende technische Innovationen seien, die zu einer Umwälzung in der Produktion und Organisation führen. Er prägte für diese den Begriff der Basisinnovationen, wobei er offenließ, was zu deren Entstehung und damit zu einem neuen Kondratjew-Zyklus führt.

Schwarmintelligenz

Schwarmintelligenz auch Gruppen – oder Kollektive Intelligenz meint den gezielten Einsatz von Fähigkeiten von Individuen und der Macht der Masse zur Lösung von Problemen und Bewältigung von Anforderungen. Klassisches Beispiel ist der Ameisenstaat. Eine einzelne Ameise hat ein sehr begrenztes, aber auch sehr funktionelles Verhaltens- und Reaktionsrepertoire. Im selbstorganisierenden Zusammenspiel ergeben sich jedoch Verhaltensmuster, Abläufe und Resultate, die aus menschlicher Sicht „intelligent“ genannt werden können. Bestimmte Aspekte der „Intelligenz“ (besser „Funktionalität“) einer solchen Ameisenkolonie – zum Beispiel Abläufe der Nahrungssuche – können in Regeln erfasst und mit Computerprogrammen simuliert werden. Schwarmintelligenz (engl. swarm intelligence) in der Informatik ist ein Forschungsfeld der Verteilten Künstlichen Intelligenz und geht davon aus, dass die Kooperation künstlicher Software-Agenten höhere kognitive Leistungen simulieren kann.

Schwarze Löcher

Schwarze Löcher sind geheimnisvolle Objekte im All, bei denen die Materie so extrem verdichtet ist, dass die Gravitationskraft an ihrer Oberfläche (bzw. ihrem „Ereignishorizont“) so stark wird, dass nichts – nicht einmal Licht – sie wieder verlassen kann. Der Ereignishorizont ist eine Art „Einbahnstraße“, die nur in einer Richtung befahrbar ist: Licht und Materie können hinein, aber nicht mehr heraus.

Trotzdem leuchten Schwarze Löcher im All oft sehr hell, sie produzieren auf engstem Raum sehr viel Energie. Dies geschieht allerdings knapp außerhalb des Ereignishorizonts, wenn Materie beim Einfall auf das Schwarze Loch ihre Bewegungsenergie abgibt. Dadurch wird die Materie rund um das Schwarze Loch sehr stark aufgeheizt und strahlt hell ins All.

Astronomen gehen davon aus, dass Schwarze Löcher unter anderem durch den Zusammenbruch eines sehr schweren Sterns am Ende seines Lebens entstehen. Dabei werden die Gravitationskräfte so enorm hoch, dass kein Gegendruck den Zusammenfall aufhalten kann und die Materie sich fast bis zum Unendlichen verdichtet.

Selbst

Das sich erlebende Selbst ist die Grandlage und zugleich die umfassendste Struktur des Psychischen. Diese umfassende Struktur regelt die Beziehungen im Inneren einer Person und nach außen.

Shamata-Meditation

Meditation des „ruhigen Verweilens“. Durch Übung der Achtsamkeit, meist durch Beobachtung des Atems, wird der Geist zur Ruhe gebracht und kommt in eine Zustand, der traditionell oft mit der durch keinen Windhauch gekräuselten Oberfläche eines stillen, klaren Sees beschrieben wird. Auf dieser Grundlage entsteht Vipassana, Klare Einsicht, eine Art panoramisches Gewahrsein oder intuitives Erkennen.

Soziale Dreigliederung

Die Dreigliederung des sozialen Organismus – oder die Soziale Dreigliederung – ist ein Leitbild für gesellschaftliche Ordnung und Entwicklung, das in den Jahren 1917–1922 von Rudolf Steiner entworfen und ausgearbeitet wurde.

Die Soziale Dreigliederung beschreibt die Grundstruktur einer Gesellschaft, in der die Koordination der gesamtgesellschaftlichen Lebensprozesse nicht zentral durch den Staat oder eine Führungselite erfolgt, sondern in der sich die drei Bereiche des sozialen Lebens: Geistesleben (Kultur), Rechtsleben bzw. Politik und Wirtschaft selbst verwalten und relativ autonom den je eigenen Funktionsprinzipien folgen.

Soziokratie

Die Soziokratie ist ein Organisationsmodell, das Prof. Dr. Ing. Gerard Endenburg in den 60iger Jahren in Holland entwickelte und in seinem eigenen Unternehmen anwandte. Sein Anliegen bestand darin, eine Organisation zu schaffen, in der Führungskräfte und Mitarbeiter partnerschaftlich und effektiv zusammenarbeiten. Seit Mitte der 70er Jahre wird Endenburgs Ansatz vom Soziokratischen Zentrum in Holland verbreitet und in vielen Unternehmen angewandt.

Spiritualität

Spiritualität ist eine alles durchdringende, liebevolle Präsenz, die Quelle allen Mitgefühls, aller Liebe und Inspiration. Eine Haltung oder Eigenschaft. Ein Zustand von hohem Gewahrsam, höchst subtil, kausal, nicht dual.

Aus den AQAL-Dimensionen leiten sich unterschiedliche Verwendungen des Spiritualitätsbegriffs ab, Spiritualität lässt sich definieren als:

1. ein außergewöhnlicher, aber vorübergehender mystischer Gipfelzustand
2. eine eigene unabhängige Entwicklungslinie, die sich auf die Lebensfrage bezieht „Was ist wesentlich?“
3. die höchsten Ebenen in jeder der Linien (des Dritten Ranges)
4. eine Haltung, darunter wird verstanden, dass Spiritualität als „Haltung“ auf jeder Stufe und in jedem Zustand präsent sein kann, z.B. Liebe, Mitgefühl oder Weisheit. Das ist eine weit verbreitete Verwendung, die aber nach Wilber bei genauerem Hinsehen gewöhnlich auf eine der ersten drei Bedeutungen zurückzuführen ist, da es tatsächlich Stufen von Liebe, Mitgefühl und Weisheit gibt
5. Unter Spiritualität lässt sich auch die Instanz im Selbst verstehen, die alle Ebenen und Linien integriert

Sternenentwicklung – Leben und Tod

Sterne und Planeten entstehen in diffusen Gaswolken, die sich verdichten um einen Protostern, eine proto-planetare Scheibe und schließlich ein neues Planetensystem zu bilden. Im Laufe ihres Lebens erzeugen die Sterne schwere Elemente und geben diese nach ihrem explosiven Ende ins All zurück – für die nächste Sterngeneration.

Der prinzipielle Weg zur Entstehung eines neuen Sterns ist heute recht gut verstanden: Interstellare Gas- und Staubwolken sind nicht gleichförmig im All verteilt, sie befinden sich größtenteils in den Spiralarmen von Galaxien, wo das Gas durch vorangegangenen Sterngenerationen mit schweren Elementen angereichert wird. In diesen Wolken gibt es „Klumpen“ oder Regionen, in denen das Gas dichter ist als in der unmittelbaren Umgebung. Diese Klumpen verdichten sich aufgrund ihrer eigenen Schwerkraft und bilden zunächst einen „prästellaren Kern“, der sich weiter verdichtet und schließlich im Zentrum einen Protostern bildet. Gleichzeitig entsteht eine Akkretionsscheibe, da das interstellare Material eine Drehimpuls besitzt und nicht direkt auf den Protostern einstürzen kann. Protoplanetare Scheiben sind also ein ganz natürliches Nebenprodukt der Sternenbildung. Nach wenigen Millionen Jahren ist der Protostern schließlich dicht und heiß genug geworden, so dass in seinem Innern das Stellare Fusionsfeuer zündet und Wasserstoff zu Helium fusioniert – ein neuer Stern ist geboren. Während eines Großteils seines Lebens strahlt der Stern mit annähernd konstanter Rate, bis sein atomarer Brennstoff verbraucht ist.

Synchronizität

Unter Synchronizität versteht man eine bedeutsame Übereinstimmung von zwei oder mehr Ereignissen, bei denen etwas anderes als die Wahrscheinlichkeit des Zufalls beteiligt ist.

T

Team

Wikipedia definiert das Team so: Der Anglizismus Team (altengl.: team Familie, Gespann, Gruppe, Nachkommenschaft) bezeichnet einen Zusammenschluss von mehreren Personen zur Lösung einer bestimmten Aufgabe oder zur Erreichung eines bestimmten Zieles.

Ein Team ist mehr als eine Gruppe. Teams sind zur Selbststeuerung fähig.

Merkmale eines Teams sind u.a. das die Mitglieder miteinander-füreinander arbeiten oder Transparenz & Prinzipien als Handlungsrahmen benötigen. Als Metaphern dienen Ensemble, Jazzband oder Streichquartett.

Tonglen

Die Praxis des Gebens und Nehmens, eine imaginäre Übungsform altruistischen Handelns. In der Praxis stellt sich der Übende vor, alles Leid in Form von schwarzem Rauch einzuatmen und es auf Grund seiner spirituellen Kraft in weißes, strahlendes Licht zu verwandeln. Dieses weiße Licht, versehen mit all seinem Glück, Wohlbefinden und so weiter, gibt er dann mit dem Ausatmen an die Lebewesen.

Transaktionales Stressmodell von Lazarus

Nicht jeder Mensch geht mit externen Stressfaktoren wie z.B. Zeitdruck, Aufgabenvielfalt oder Konflikte im sozialen Umfeld auf die gleiche Weise um. Einige Menschen werden durch ein und denselben externen Stressor stärker gestresst und psychisch beansprucht als andere. Warum ist das so? Eine Erklärung für die großen Unterschiede bietet das Transaktionale Stressmodell von Lazarus. Es geht davon aus, dass die Reaktion auf externe Stressfaktoren maßgeblich von den Gedanken, Beurteilungen und Bewertungen einer Person in der jeweiligen Situation bestimmt werden. Stress entsteht, wenn ein Ungleichgewicht besteht zwischen den Anforderungen, die an eine Person gestellt werden, und den persönlichen Möglichkeiten und Ressourcen, die zur Verfügung stehen, um die Anforderungen zu bewältigen.

U

Unbewusstes

Individuelles Unbewusste ist die Gesamtheit der Inhalte der Informationsverarbeitung, die nicht unmittelbar ins Bewusstsein gelangen, die aber dennoch sehr wirksam sind.

U-Theorie

Wann immer ein Prozess auf einer Handlungsebene stockt, ist es wichtig, anstatt mehr von demselben zu tun, die gleiche Herausforderung anders anzugehen und sich auf die nächst tiefere Ebene von Komplexität und Emergenz zu begeben.

Die U-Theorie ist ein Ansatz für die Entwicklung von innovativen Ideen und Lösungen.

V

VUCA

VUCA steht für Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity.

V = Volatil (Volatility)
Die Natur und die Dynamik des Wandels entfalten enorme Kräfte und sind Katalysatoren für radikale Veränderungen.

U = Ungewiss (Uncertainty)
Der Mangel an Berechenbarkeit, das Maß an unkontrollierbarer Überrumpelung und ein fehlendes Gefühl von Bewusstsein und Verständnis für Themen und Ereignisse sorgen für Ungewissheit.

C = Komplex (Complexity)
Die Dynamik unserer Systeme multipliziert sich, während die Vernetzung gleichzeitig für Chaos und Verwirrung sorgt. Gesellschaften, Unternehmen aber auch das individuelle Leben bieten Multioptionen und Multikomplexität.

A = Mehrdeutig (Ambiguity)
Es gibt keine einfachen Ursache-Wirkungszusammenhänge mehr. Die Realität ist verwirrend, oft unverständlich und in keiner Weise mehr planbar. Missdeutungen und Fehlinterpretationen nehmen zu, denn sehr häufig bricht die Verbindung zwischen Handeln und Wissen ab.

W

Werte

Werte verbinden. Sie geben den Menschen Orientierung, nach welchen Überzeugungen sie leben und leben lassen.

Wirklichkeit

Die Gesamtheit all dessen, wovon möglicherweise Wirkungen ausgehen können.

Wirkung

Energie x Zeit oder auch Ort x Impuls bzw. auch Drehimpuls.

X

Y

Z