Megatrends – die Treiber des Wandels

Megatrends

Die Welt, wie wir sie heute kennen, ist das Ergebnis kleiner wie großer Innovationen, die unser Leben nachhaltig geprägt haben. Doch wie geht es in Zukunft weiter? Wie sieht die Welt in 30 oder 50 Jahren aus? Was sind die Megatrends, die das globale Geschehen langfristig beeinflussen?

Megatrends sind Kräfte der Entwicklung, die Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und das persönlichen Leben haben. Mega steht für groß oder super und Trend für eine Tendenz in der Entwicklung. Der Zukunftsforscher Matthias Horx nennt sie die „Blockbuster“ der Veränderungskräfte. Megatrends zeichnen sich aus durch ihre Wirkung über mehrere Jahrzehnte hinweg, sie betreffen uns alle und wirken auf der ganzen Welt, allerdings in regional unterschiedlicher Ausprägung.

In diesem Beitrag möchte ich über ein paar wichtige Trends informieren.

Globalisierung

Die Globalisierung gehört zu den wichtigsten globalen Trends. Anfang des 20. Jahrhunderts begann der Welthandel sich auszubreiten und dieser Prozess schreitet kontinuierlich fort. Fallende Handelsbeschränkungen, sekundenschnelle Kapitaltransaktionen und elektronische Kommunikationsmöglichkeiten treiben diesen Trend an. Die Welt schrumpft zu einem Dorf und Schwellenländer wie Indien und China wachsen durch ihre weltweiten Exporte zu Wirtschaftsgiganten heran. Aber auch hier wirken die Gesetze des Ausgleichs. Je stärker sich eine Entwicklung ausbreitet, umso wahrscheinlicher entsteht eine Gegenbewegung. Der Wunsch nach regionalen Lebensmitteln oder eine lokale Tauschwirtschaft sind Beispiele für diesen Ausgleichsprozess. Fachleute sehen diese Lokalisierung als ergänzende und teilweise als bedingende Entwicklung zu einer weitere Stufe der Globalisierung an und verwenden dafür den Begriff Glokalisierung.

Urbanisierung – Vom Land in die Stadt

Der Megatrend Urbanisierung ist eines der bestimmenden Phänomene sowohl der Gegenwart als auch der Zukunft. Weltweite Entwicklungen wie der demographische Wandel, die wachsende Mobilität und der technische Fortschritt haben in den letzten Jahrzehnten zu einem enormen Zuwachs der Bevölkerung in Städten geführt. Dabei wächst die städtische Bevölkerung in den Entwicklungsländern wesentlich stärker als in den meisten europäischen Industrieländern. Seit dem Jahr 2007 wohnt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, während 1950 noch 70% auf dem Land lebten. Für das Jahr 2050 rechnen die Vereinten Nationen damit, dass knapp 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben werden. Laut einer Studie von McKinsey, führt die Urbanisierung zu einer weiteren Verdichtung der globalen Produktivkraft. Dort erwirtschaftet schon heute etwa die Hälfte der Weltbevölkerung gut 80 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts. Laut Matthias Horx bekommen urbane Gebiete eine stärkere Bedeutung als „Knotenpunkte des Wissens“ und werden „mehr als jemals zuvor die kulturellen, ökonomischen und kreativen Zentren der Welt sein“.

Digitalisierung

Digitalisierung bedeutet allgemein die Aufbereitung von Informationen zur Verarbeitung oder Speicherung in Computersystemen. Die digitale Verarbeitung von Informationen ermöglicht zahlreiche Entwicklungen, die die Gesellschaft tiefgreifend geprägt haben. Große Datenströme plus digitale Prozesse lassen den Lichtschalter mit dem Smartphone kommunizieren oder Roboter Pakete ausliefern. In Deutschland steht Industrie 4.0 für eine neue Stufe der Organisation und Steuerung der industriellen Wertschöpfung. Die digitale Vernetzung birgt auf der einen Seite das Potential, die produktive Effizienz in Betrieben zu steigern aber auf der anderen Seite die Gefahr, ganze Industriezweige durch neue, aufstrebende Unternehmen in Bedrängnis zu bringen.

Neue Arbeitswelt

Wir sind auf dem Weg in eine digitale Ökonomie. Vor unseren Augen entsteht die neue Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts. Der digitale Wandel läuft im globalen Maßstab ab und wird die Art und Weise, wie wir wirtschaften und arbeiten grundlegend ändern. Man spricht heute von Arbeiten 4.0 in Anlehnung an die industriellen Revolutionen. Arbeiten 4.0 wird vernetzter, digitaler, flexibler und mobiler sein. Arbeiten 4.0 wird aber auch flüchtiger, unsicherer und komplexer sein. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind noch offen und stellen somit eine politische und gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe dar um die Interessen der Arbeitgeber und Beschäftigten auszugleichen. In dem Zusammenhang spricht man von der Humanisierung der Arbeit, einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur mit einer motivations-, gesundheits- und innovationsförderlichen Arbeitsgestaltung und der demokratischen Teilhabe.

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