LEADERSHIP ENTWICKLUNG

Um im 21. Jahrhundert zu überleben und zu gedeihen müssen Unternehmen ein neues Führungsparadigma entwickeln, das nicht nur auf den Erfolg des Unternehmens abzielt, sondern auch das Wohlergehen aller Stakeholder, einschließlich der Mitarbeiter*innen, Kund*innen, Investor*innen, Partner*innen, der Gesellschaft und Umwelt.

Die meisten Verantwortlichen unserer globalen Finanzsysteme und Wirtschaftsorganisationen sehen sich nicht als Teil der globalen Gemeinschaft, die wir Menschenheit nennen. Sie sehen die Erde als eine Ressource, die nach Belieben ausgeplündert werden kann. Sie denken, die einzige Verantwortung die sie haben liegt bei ihren Aktionär*innen. Viele von ihnen scheinen von den niedrigsten Bewusstseinsebenen aus zu handeln.

Stufen der Entwicklung

Wir brauchen ein neues Führungsparadigma. Ein Paradigma, das von den geschäftlichen und politischen Führern verlangt, ihre engen Eigeninteressen beiseite zu legen und einen kollaborativen Ansatz zu verfolgen. Ein Ansatz, der das Wohlergehen der Menschheit und des Planeten unterstützt, nicht weil es das Richtige ist, sondern weil es die beste Geschäftsstrategie für eine nachhaltige Zukunft für alle ist.

Selbstführung

Die erste Voraussetzung für ein neues Führungsparadigma ist eine ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstführung. Dies erfordert, dass Du ein genaues Verständnis dafür entwickelst, was Dir wichtig ist und vor allem, was ermöglicht Dir in Deinem Leben Erfüllung zu finden.

Führen von anderen Personen

Die zweite Voraussetzung für eine Führungsperson ist die Fähigkeit andere zu führen. Andere oder eine Gruppe von Personen mit einem gemeinsamen Ziel oder einer gemeinsamen Absicht zu führen ist natürlich nicht dasselbe wie sich selbst zu führen. Es erfordert deutlich mehr Fähigkeiten und Kompetenzen. Du musst lernen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass eine Gruppe von Menschen ihre individuelle und kollektive Erfüllung findet. Du musst Deinem Team nicht nur einen Sinn geben, sondern es individuell und gemeinsam befähigen, ein hohes Maß an nachhaltiger Performanz zu erreichen. Als Leiter*in eines Teams besteht Deine Aufgabe darin, Vorbild und Coach zu sein.

Führen einer Organisation

Eine Organisation zu führen ist unendlich komplexer als die Führung eines Projektteams, Arbeitsteams, einer Abteilung oder eines Geschäftsbereichs und es ist nichts, was Du alleine tun könntest. Du musst Dich mit einem Führungsteam umgeben. Wenn Du eine Organisation leitest, musst Du in der Lage sein, die Bedingungen zu schaffen, die es Dir, Deinem Führungsteam und allen Mitarbeiter*innen ermöglicht, alle Bedürfnisse der Stakeholder zu erfüllen, einschließlich Investoren, Kunden, Partner und der lokalen Gemeinschaften, in denen Du tätig bist. Dies bedeutet, dass Du als Leiter*in einer Organisation Dich an erster Stelle um die Menschen und dann um die Ergebnisse kümmern musst.

Die operativen Prinzipien evolutionärer Organisationen unterscheiden sich grundlegend vom herkömmlichen Denken im Management. Die wichtigeste Aufgabe der Geschäftsführenden besteht darin, den Raum für die evolutionären Strukturen und Praktiken zu halten, Vorbild bei der Selbstführung, Vorbild bei der Suche nach Ganzheit und Vorbild beim Hören auf den evolutionären Sinn zu sein. Immer wieder muss der Geschäftsführer / die Geschäftsführerin sicherstellen, dass das Vertrauen aufrechterhalten wird und herkömmliche Managementpraktiken nicht durch die Hintertür in die Organisation gelangen.

Führen in der Gesellschaft

Es gibt viele Möglichkeiten eine Führungspersönlichkeit in einem gesellschaftlichen Kontext zu werden. Als lokale oder nationale Politikerin. Als Fürsprecher oder Aktivistin für sozialen Wandel oder eine Wohltätigkeitsorganisation oder eine andere Form von Interessengruppe gründen oder leiten. Die Möglichkeiten sind endlos. Was auch immer Du in einem gesellschaftlichen Kontext tust, der andere Menschen einbezieht, erfordert unweigerlich die Zusammenstellung einer Gruppe bzw. einer Gemeinschaft oder den Aufbau einer Organisation, die geführt und verwaltet werden muss.

Jede Gemeinschaft erblüht nur dann, wenn sie von der Quelle her gut versorgt ist. Wenn nun die Quelle mit ihrer Idee „etwas unternimmt“ und andere sich ihr anschließen, weil sie von der Idee überzeugt sind, kann eine Gemeinschaft entstehen. Solange die Gemeinschaft von der Quelle geleitet und nachhaltig inspiriert wird, hat sie gute Chancen, sehr erfolgreich zu werden.

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